Zum Einreiseverbot für Saisonarbeiter erklärt der migrationspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Horst Förster:

„Gerade noch war von der Agrarministerin zu hören, dass die Einreise für Saisonarbeiter aus Polen gesichert sei und man sich um eine Transitgenehmigung für Saisonarbeiter aus Bulgarien und Rumänien bemühe. Dem hat Seehofer nun einen Strich durch die Rechnung gemacht, indem er völlig unerwartet ein Einreiseverbot verhängt hat. Offensichtlich geschah dies ohne Abstimmung mit Polen und zu einer Zeit, als sich schon Tausende auf den Weg gemacht hatten.

Die Maßnahme ist ein Schlag ins Gesicht unserer Landwirte und der eingearbeiteten Erntehelfer und zudem ein Affront gegen unseren Nachbarn Polen. Die Begründung, es gelte Corona-Infektionsketten zu unterbrechen, ist alles andere als überzeugend. Denn Polen und die anderen osteuropäischen Länder sind von der Pandemie bisher kaum betroffen. Die Maßnahme ist auf jeden Fall mit Rücksicht auf die der Landwirtschaft damit zugefügten Schäden völlig unverhältnismäßig.

Geradezu bizarr erscheint die Maßnahme, wenn man bedenkt, dass Seehofer Tag für Tag Asylbewerber aus sicheren Drittstaaten ungehindert einreisen lässt, egal woher sie kommen und wie ihr Gesundheitsstatus ist.“