Aus der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion geht hervor, dass die Landesregierung keine Daten zu seltenen und bedrohten Tierbeständen in entsprechenden Einrichtungen in MV erhebt. Dabei erfreuen sich die Tierparks im Land immer größerer Beliebtheit. Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dirk Lerche:

„Alle Tierparks in Mecklenburg-Vorpommern haben einen kontinuierlichen Besucheranstieg zu verzeichnen. Das macht die große Bedeutung der Tierparks für unsere Bürger im Land MV deutlich. Ein Familienspaß für Groß und Klein, oft im Freien und nahe an der Natur. So ist es auch nicht verwunderlich, dass die Einrichtungen mit üppigen Fördermitteln unterstützt werden. So flossen in den letzten 10 Jahren etwa 63 Millionen Euro alleine durch das Wirtschaftsministerium in entsprechende Angebote.

Was jedoch zwangsläufig zu Stirnrunzeln führen muss: Die Landesregierung hat keine Angaben darüber, welche seltenen und gefährdeten Tierarten sich in den zahlreichen Tierparks und Reservaten befinden. Doch genau diese Tierarten sind besonders förderbedürftig.

Es ist grob fahrlässig und macht eine zuverlässige Evaluation des Fördermitteleinsatzes unmöglich. Es würde unserem Land mit seinen zahlreichen Seen, seiner weitläufigen Natur und herrlichen Fauna gut stehen, gerade beim Artenschutz Vorreiter zu sein. Die Landesregierung scheint sich aber offenbar wenig um unsere bedrohten Tierarten zu kümmern und Bestände zu kontrollieren. In Zukunft sollte bei der Förderung der Artenschutz von bedroht gekennzeichneten Tierarten eine höhere Gewichtung erhalten, als die Steigerung der Besucherzahlen.“

Redaktioneller Hinweis:
Anfrage der AfD-Fraktion und Antwort der Landesregierung: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2020/02/Anfrage-des-Abgeordneten-Lerche-und-Antwort-der-Landesregierung-2.pdf