Zur Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion „Vermarktungskonzept des Industrieparks Berlin-Stettin in Pasewalk“ erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dirk Lerche:

„Seitdem 2018 ein teures 300.000-Euro-Konzept erstellt wurde, ist in Pasewalk nicht viel passiert. Der Industriepark bleibt nach wie vor unausgelastet: Auf dem Großstandort hat es bisher noch keine Ansiedlung gegeben. Lässt die Landesregierung Vorpommern links liegen? Pasewalk braucht harte Standortfaktoren wie niedrigere Gewerbesteuern, eine starke Infrastruktur, geringere Energiekosten und die überregionale Anwerbung weiterer Fachkräfte. Wo aber bleiben die Ideen der Landesregierung zur Förderung und Ansiedlung von Unternehmen und Gewerbe in der Region Vorpommern?

Im Gewerbegebiet ‚Torgelower Straße Ost und West‘ wiederum ist die flächenmäßige Auslastung sogar gesunken. Im Jahr 2016 betrug die in Anspruch genommene Fläche noch 226.605 m², welche lediglich 38,08 % der Gesamtfläche ausmacht. Bis 2019 sank die Fläche auf 214.117 m², was einem mageren Anteil von 35,99 % entspricht. Im Vergleich zu anderen Gewerbegebieten in Deutschland oder anderen Landkreisen Mecklenburg-Vorpommerns hinkt der Standort Pasewalk deutlich hinterher.

Wenn aber Pasewalk nicht mal im Namen ‚Industriepark Berlin-Stettin‘ auftaucht, braucht sich die Landesregierung über dessen Schattendasein nicht wundern. Das sicherlich nett gemeinte Werbefilmchen der Förder- und Entwicklungsgesellschaft Vorpommern-Greifswald mbH findet im Internet zudem kaum Beachtung. Die Landesregierung hinkt also offensichtlich auch bei der medialen Vermarktung hinterher. Oder braucht es dazu etwa noch ein Konzept?“

Redaktioneller Hinweis:
Kleine Anfrage und Antwort der Landesregierung: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2020/02/Anfrage-des-Abgeordneten-Lerche-und-Antwort-der-Landesregierung.pdf