„Zum heute stattfindenden Lebensmittelgipfel in Berlin und dem Versuch der Regierung Einfluss auf die Preisgestaltung bei Lebensmitteln zu nehmen, erklärt der agrarpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Ralf Borschke:

In Berlin wird erneut das Pferd von hinten aufgezäumt. Seit Jahren werden die Bürger in unserem Land mit immer höheren Abgaben belastet, die Strompreise sind so hoch wie nie und demnächst kommt noch die unsägliche CO2 Steuer obendrauf. Der Staat sollte den Bürgern erstmal die Last von den Schultern nehmen, bevor über erneute Kostenbelastungen nachgedacht wird.

Das nun angedachte Preisdiktat ist ein typisches Zeichen für ein sozialistisches Wirtschaftssystem und erinnert an einheitliche Verkaufspreise der DDR. Auch den Landwirten wird mit diesen Maßnahmen nicht geholfen, denn die Erzeugerpreise werden wohl kaum steigen. Der Weizenpreis wird nicht bei Aldi oder EDEKA gestaltet, sondern an der Börse in Chicago.

Auf dem Lebensmittelgipfel ruft Kanzlerin Merkel zu mehr Regionalität auf. Das ist blanker Hohn, nachdem sie den deutschen Markt für die gesamte Welt geöffnete hat. Es ist heuchlerisch, nach mehr Regionalität zu schreien, wenn die eigene Politik genau das Gegenteil bewirkt, wie zum Beispiel an Mercosur ersichtlich wird.  

Viele Rentner in Deutschland beziehen im Monat keine 800€ und kommen gerade so über die Runden. Während es zumeist grüne Besserverdiener wenig interessiert, ob sie ein paar Euro mehr für Nahrungsmittel ausgeben muss, treffen die Preiserhöhungen vor allem die Armen und Schwachen unserer Gesellschaft. Der Vorstoß der großen Koalition ist damit nicht nur unsozial, sondern auch grundlegend ungerecht. Dabei verwundert es wenig, dass der größte Profiteur der Staat selbst wäre: Denn durch die Preiserhöhungen steigt auch das Aufkommen der Mehrwertsteuer. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.“