Den aktuellen Medienberichten ist zu vernehmen, dass Bundespräsident Steinmeier beabsichtigt, am kommenden Freitag dem ausgeschiedenen Präsidenten der EZB, Mario Draghi, das Bundesverdienstkreuz zu verleihen. Dazu erklärt der europapolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Christoph Grimm:

„Es klingt wie ein sehr schlechter Witz: Ausgerechnet Euro-Hasardeur Draghi soll nun von Frank-Walter Steinmeier das Bundesverdienstkreuz erhalten. Das wäre ein glatter Schlag ins Gesicht für alle deutschen Sparer. Mit seiner Politik des ‚Whatever it takes‘ hat Draghi dem sterbenskranken Euro vielleicht einige Lebensjahre zusätzlich verschafft, den meisten Menschen in Europa aber wirtschaftlich ganz erheblich geschadet und ihnen massive Risiken aufgebürdet.

Während seiner Amtszeit von November 2011 bis Oktober 2019 wurde mit ‚gedrucktem‘ Geld für sagenhafte 2,7 Billionen Euro Staatsanleihen durch die EZB aufgekauft. Dadurch wuchs deren Bilanzsumme von 230 Milliarden Euro auf astronomische 4,7 Billionen. Ein horrendes Risiko, denn am Markt wollte keiner die notleidenden Anleihen haben. Der ausfallgefährdete deutsche Target-2 Saldo stieg derweil um 400 Milliarden auf 895 Milliarden Euro (stand Dezember 2019). Draghi hat für viele billiges Geld zur Droge gemacht. Unter ihm senkte die EZB den Leitzins von 1,5 auf 0 Prozent. Allein Deutschlands Sparer verloren dadurch 648 Milliarden Euro. Die gigantische Immobilienblase und Rekordhöchststände beim DAX sind inflationäre Folge dieser EZB-Niedrigzinspolitik. Wohnen wird dadurch immer teurer, die Altersvorsorge immer schwieriger, denn Bausparverträge, Lebensversicherungen und private Altersvorsorge erwirtschaften nicht mehr die erwarteten Erträge. Altersarmut und Wohnungsnot sind vorprogrammiert.

Fazit: Steinmeiers Vorhaben offenbart die Abgehobenheit und Dekadenz der etablierten Politik. Die Elite will sich selber loben und feiern, während das Land den Bach runter geht. Draghi jedoch gebührt mit Sicherheit kein Bundesverdienstkreuz, eher ein ordentliches Strafverfahren. Über seine wahren ‚Verdienste‘ werden abschließend Historiker zu urteilen haben.“