Auf der heutigen Landespressekonferenz sprach der Landwirtschaftsminister Till Backhaus zum Thema Schweriner Erklärung „Wald neu denken – Wald neu lenken“. Dazu erklärt der landwirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Ralf Borschke:

„Backhaus fordert Geld. Hierbei wiederholt Herr Backhaus immer wieder die These, dass der Wald ja für alle kostenlos sei und frische Luft und Wasser für jedermann liefern würde. Offenbar hat Herr Backhaus vor, nun also den Sauerstoff über die Hintertür ‚Walderhaltung‘ zu versteuern. Was zunächst abstrus klingt, ist der SPD mittlerweile jedoch durchaus zuzutrauen.

Herr Backhaus ist jedenfalls der Meinung, dass wir alle ‚im Überfluss leben‘. Das mag vielleicht auf ihn und sein sattes Ministergehalt zutreffen, die Realität der meisten Familien in MV sieht jedoch anders aus. Durch die fatale Ökopolitik der Landesregierung können diese sich kaum mehr den teuren Strom in MV leisten. Dabei haben sich die Sozialisten schon immer am Wohlstand der Bürger gestört und versuchen diesen zu bekämpfen. Denn: Leid und Elend sind der Nährboden für ihre sozialistischen Ideen.

Selten musste man so einer unkonkreten und konzeptlosen Pressekonferenz lauschen. Während Minister Backhaus ganz im Diktum von ‚Extinction Rebellion‘ auf globale Weltretter-Rhetorik setzte, blieben viele Fragesteller ratlos zurück. Ökosystemleistungen, Schweriner Erklärung und ein Appell an die Politik waren die Stichworte der Pressekonferenz. Wer was bezahlen soll, welche Maßnahmen zur Förderung des Waldes erfolgen, fast alle Fragen blieben offen.

Der Koalitionspartner CDU wurde indes überhaupt gar nicht mehr gefragt. Dies musste Backhaus auf Journalistennachfrage offen zugeben. Konzeptlos und abgehoben regiert die SPD vor sich her und versucht auf billige Art und Weise auf den Umweltzug aufzuspringen.

Fakt ist aber: Waldwirtschaft muss wieder rentabel gemacht werden. Holz als Baustoff muss stärker in den Fokus gerückt werden. So leistet beispielsweise Holzfaserdämmung anstatt erdölbasierter Polystyrol-Dämmung sogar einen Beitrag zur Nachhaltigkeit. Wenn die Bewirtschaftung der Wälder wieder lukrativ wird, dann muss man den Menschen auch keine Sauerstoffgebühren abverlangen. Wenn man aber die Nutzung der Wälder aus naturschutzideologischen Gründen unterbinden will, dann führt natürlich kein Weg daran vorbei, den Menschen dafür auch Bereitstellungsgebühren abzunehmen. Es bleibt die Frage, wie weit die Menschen in MV dieses Vorhaben mittragen werden.“