Zur heutigen Zeugenvernehmung im parlamentarischen Untersuchungsausschuss „Wohlfahrtsverbände“ wurden die Revisoren Thomas Wendt und Dr. Antje Butschkau des Awo-Landesverbandes geladen. Dazu erklärt der AfD-Obmann des PUA, Thomas de Jesus Fernandes:

„Herr Wendt war von 2008 bis 2012 Revisor. Auffällig hierbei: Die letzten zwei Jahre seiner Tätigkeit war Herr Wendt durch einen Umzug begründet nicht mehr anwesend und beteiligt. Nach eigener Aussage wurde im Landesverband der Awo nach ‚Lust und Laune‘ geprüft. Mit anderen Worten: Es wurde lediglich der Wirtschaftsbericht, der durch den Landesvorstand beauftragten und bezahlten Kanzlei, gesichtet und als Arbeitsgrundlage verwendet. Ein Witz!

Dr. Antje Butschkau ist aktuell die rechte Hand von Ministerpräsidentin Schwesig in der Staatskanzlei und war während ihrer Zeit als Revisor bei der Awo als hauptamtliche Landesgeschäftsführerin der SPD tätig. Ein Paradebeispiel für die enge Verflechtung von SPD und Awo. Dabei fällt der Tätigkeitszeitraum von Frau Butschkau bei der Awo mitten in die Skandalzeit rund um Untreuevorwürfe der Awo Müritz, Pflegeheim Penzlin und weiteren Vorwürfen wie aus Demmin. Trotz alledem sah die Revisorin Butschkau keinen Grund, irgendetwas in diese Richtung zu überprüfen. Nichts sehen, nichts hören, nichts sagen!

Bei den heutigen Anhörungen und Aussagen der beiden Befragten muss man sich die Frage stellen, ob es sich hierbei um bestellte Gefälligkeitsrevisoren handelte. Nach eigener Aussage hat Frau Butschkau im genannten Zeitraum überhaupt gar keine Arbeit als Revisorin geleistet. Vor diesem Hintergrund bleibt die Frage offen, was diese Frau für die Tätigkeit in der Staatskanzlei für Manuela Schwesig qualifiziert – Schweigeposten?“