Zur Berichterstattung über die Yggdrasil-Krawatte im NSU-Untersuchungsausschuss erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Prof. Dr. Ralph Weber:

„Grundsätzlich äußere ich mich nicht zu meiner Kleidungswahl. Da aber die von mir im parlamentarischen Untersuchungsausschuss getragene Krawatte über die Linksfraktion ihren Weg in die Presse gefunden hat, möchte ich hierzu erklären, dass diese Krawatte auf schwarzem Grund die aus der nordischen Mythologie bekannte Weltesche Yggdrasil darstellt. Dieser Weltenbaum ist das germanisch-nordische Symbol für den Kosmos und das Werden und Vergehen der Welt.

Dieser Weltenbaum vereinigt in (auf) sich die neun aus der nordischen Mythologie bekannten ‚Welten‘ mit dem Göttersitz Asenheim in der Baumkrone. Zwischen diesen Welten läuft unaufhörlich das Eichhörnchen Rattatök umher und verbreitet die Neuigkeiten in alle Welten. Unter dem Baumstamm sitzen die germanischen Schicksalsgöttinen, die drei Nornen, die bei der Geburt jedes Menschen dessen Lebensfaden mit allen wichtigen Lebensstationen spinnen. Dies widerspiegelt die Vorbestimmtheit des Seins in der nordischen Mythologie.

In den Baumwurzeln sitzt der Drache Niddhöger, der für jede unehrenhafte Tat (Neidingstat) eines Germanen in die Baumwurzel beißt und diese damit langfristig zerstört. Dies zeigt das Vergehen der Welt auf, an dem jeder einzelne durch sein Tun entsprechenden Anteil hat. Dieses germanische Symbol habe ich im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Aufklärung der Vorgänge um das NSU-Trio in Rostock am 19. September getragen. Das ist auch nichts Besonderes, da ich immer wieder Krawatten mit Symbolen aus der nordischen, ebenso aber auch aus der griechischen oder römischen Mythologie trage.

Damit drücke ich meine besondere Verbundenheit mit unserer realen und ebenso mythologischen Vergangenheit aus, die sich aus der christlich-abendländischen Tradition (römisch-griechisch) ebenso speist wie aus der nordisch-germanischen Tradition. Dass dies nun von der Abgeordneten Frau Larisch mit der mir persönlich völlig unbekannten sogenannten Artgemeinschaft und dem damit verbundenen rechtsextremen Denken in Zusammenhang gebracht wird, ist schon an sich eine auf Unwissen über unsere mythologische Vergangenheit beruhende Unverschämtheit.

Gerne komme ich zum Nachhilfeunterricht über diese nordische Mythologie in die Linksfraktion. Infam und geradezu boshaft wird diese Unterstellung aber deshalb und dadurch, dass ich Frau Larisch das Symbol auf der Krawatte und dessen Bedeutung auf ihre persönliche Nachfrage hin ausdrücklich erklärt habe. Scheinbar hat sie nichts verstanden – umso wichtiger erscheint mir der angebotene Nachhilfeunterricht. Denn dass Die Linke ein gebrochenes Verhältnis zu unseren Traditionen und ebenso zu ihrer eigenen Vergangenheit hat, zeigt sich schon daran, dass sie ihre Mitverantwortlichkeit für die Untaten des SED-Regimes abstreitet und allein in ihrer Landtagsfraktion in Mecklenburg-Vorpommern mindestens drei Schergen der Stasi/IM‘s sitzen. Aufarbeitung der eigenen Vergangenheit und ein bewusster Blick auf die Herkunft unserer deutschen Bräuche und Traditionen sind hier dringend angezeigt.“