Beim gestrigen „Blauen Salon“ der SVZ hatte die neue Bildungsministerin Martin ihren ersten öffentlichen Auftritt in ihrem neuen Amt und sprach auch zum Thema Inklusion. Dazu erklärt der schulpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jens-Holger Schneider:

„Obwohl sie fünf Tage vorher in der Fragestunde des Landtages auf die Fragen der AfD-Fraktion zur Zukunft der Inklusion noch mit Unwissenheit enttäuschte, überraschte sie nun ihre Zuhörer mit der Ankündigung, die Inklusionsstrategie der Landesregierung werde um fünf Jahre gestreckt, das heißt nicht schon 2023 abgeschlossen.

Inklusion solle nicht verordnet, sondern ermöglicht werden, und man wolle den Schulen eine gewisse Entscheidungsfreiheit einräumen. Damit übernimmt die Bildungsministerin Positionen der AfD, die sich seit Jahren als einzige Partei vehement gegen eine übertriebene Inklusion wendet und den Erhalt der Förderschulen fordert. Die Bildungsministerin widerspricht damit auch der bisherigen offiziellen Regierungsmeinung, die UN-Behindertenrechtskonvention erfordere die schnelle Umsetzung einer vollständigen Inklusion.

Die AfD hat stets betont, dass unser erfolgreiches Modell der Förderschulen die Forderungen dieser Konvention bereits hinreichend erfüllt.“