Zur Antwort zu seiner Kleinen Anfrage „Entwicklung der Gewerbegebiete in Mecklenburg-Vorpommern“ erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dirk Lerche:

„Die Auslastung der Gewerbegebiete entwickelte sich in einigen Teilen des Landes befriedigend. In den letzten zehn Jahren bewegten sich die Hansestadt Rostock, Nordwestmecklenburg, die Mecklenburgische Seenplatte und Ludwiglust-Parchim auf einem akzeptablen Niveau über 75 Prozent Auslastung. Dies ist eine großartige Leistung unserer Unternehmer und Arbeitnehmer.

Schlecht sieht es allerdings immer noch in Vorpommern-Rügen, Vorpommern-Greifswald und in Schwerin aus. Bei Leerstandsquoten von circa 41 bis 51 Prozent stehen viele Gewerbeflächen in den Landkreisen noch frei zur Verfügung. Aber auch dort wurden in den vergangenen  zehn Jahren viele Flächen mit Millionenbeträgen gefördert. In Vorpommern-Greifswald sank der Wert der Auslastung sogar um 5,5 Prozent auf 58,43 Prozent. Ebenso sank die Auslastung im Landkreis Rostock.

Das Land muss nun schauen, ob es sich wirklich lohnt, um jeden Preis etwaige Gewerbeflächen zu fördern.  Denn Fläche zur Ansiedlung ist, zumindest statistisch gesehen, gegeben. Um die Flächen zu befüllen müssen endlich die harten Standortfaktoren angegangen werden. Die Hebesätze für Gewerbesteuern müssen gesenkt werden, moderne Internetverbindungen müssen her und das Land muss endlich einheitlichen, arbeitnehmerfreundlichen ÖPNV in Mecklenburg-Vorpommern organisieren.“

Redaktioneller Hinweis:

Anfrage der AfD-Fraktion und Antwort der Landesregierung: https://www.landtag-mv.de/fileadmin/media/Dokumente/Parlamentsdokumente/Drucksachen/7_Wahlperiode/D07-3000/Drs07-3491.pdf