Laut eines Berichtes der Ostsee-Zeitung plant der Rostocker Physiker Prof. Harald Weber das Kraftwerk der Zukunft. Ein Wasserstoff-Speicher soll dabei Kohlekraftwerke ersetzen. Dazu erklärt der stellvertretende Fraktionsvorsitzende der AfD, Christoph Grimm:

„Mut zur Wahrheit: Die Energiewende ist längst gescheitert. Denn es fehlt an leistungsfähigen, effizienten und bezahlbaren Speichern für den überschüssigen Strom aus der erneuerbaren Energieerzeugung. Die Meldung, ein Herr Prof. Weber aus Rostock forsche nun an einem innovativen Wasserstoff-Speicherkraftwerk als ‚Totalantwort‘ auf alle diese Probleme, erinnert an Durchhalteparolen mit dem Hinweis auf die bereitstehende Wunderwaffe.

Die Idee, Strom mittels Elektrolyse zur Erzeugung von speicherbarem Wasserstoff einzusetzen, ist dabei absolut nicht neu. Altbekannt sind deshalb auch die physikalisch bedingten wirtschaftlichen Nachteile dieser Methode. Bei der Umwandlung von Strom in Gas mit anschließender Rückverstromung gehen etwa zwei Drittel der eingesetzten Energie verloren. ‚Power to Gas‘ ist daher eine aufwendige und teure Technologie, um große überschüssige Strommengen in kleine speicherbare zu umzuwandeln.

Hohe Anlagenkosten machen die Wasserstofferzeugung unwirtschaftlich. Der kontinuierliche Betrieb des von Prof. Weber angedachten Wasserstoffkraftwerkes würde durch hohe Stromkosten belastet, der diskontinuierliche (unter Einsatz nur des billigen Überschussstromes) durch hohe Betriebskosten. Das so erzeugte Gas muss später erst in Wärme verwandelt werden, um daraus wieder Strom zu erzeugen. Das ist höchst ineffizient. Anders ausgedrückt: Man könnte ebenso gut ein Dampfkraftwerk mit Tauchsiedern beheizen.

Fazit: Der Anspruch einen Beitrag zur Senkung deutscher Treibhausgasemissionen zu leisten, wird sich so nicht erfüllen lassen. Dass Energieminister Pegel schon ganz gespannt auf die Ergebnisse von Prof. Webers Prototyp ist, kann man sich gut vorstellen. Pegel will die Energiewende politisch. Den Professor dürfte es freuen. Sein Lehrstuhl wird mit Steuermitteln ebenso abgesichert, wie der universitäre Forschungsetat. Etliche ‚Power to Gas‘ Pilotanlagen binden aber bereits Geld und Schaffenskraft vieler junger Forscher. Deutschland verliert gleichzeitig bei wirklich zukunftsfähigen Technologien den Anschluss.“