Zum von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig geforderten Landarztgesetz erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Gunter Jess:

„Der Staatsvertrag zum Landärztegesetz kann ein Schritt in die richtige Richtung sein, um die medizinische Versorgung in ländlichen Regionen zu sichern. Dazu sollen die begehrten Medizinstudienplätze im Lande zum Teil bevorzugt an Studenten vergeben werden, die sich nach dem Abschluss der Ausbildung, zu einer mehrjährigen Tätigkeit als Landarzt verpflichten. Doch der Teufel steckt, wie immer, im Detail.

  1. Wie soll sichergestellt werden, dass dieses Gesetz zu keinem Qualitätstrend nach unten für ländliche Versorgungsbereiche führt?
  2. Welche Sanktionsmechanismen sollen etabliert werden, wenn Absolventen, gegebenenfalls aus guten Gründen, die Verpflichtung aufkündigen? Den Studienabschluss haben sie dann in der Tasche.
  3. Welche Begleitmaßnahmen sind erforderlich (z.B. Praxiseinrichtung u.ä.)?

Das Landärztegesetz wird all diese Fragen beantworten müssen. Unabhängig davon sind Regionalprobleme dieser Art nicht allein durch pekuniäre und Vorteilsanreize zu lösen; wir werden unsere Studenten auch an Werte wie Verantwortungsbewusstsein und Heimatverbundenheit heranführen müssen.

Mag das für 2019 Aussicht gestellten Landärztegesetz ein erster Schritt dazu sein.“