Zur Zukunftsrunde mit Manuela Schwesig erklärt der fachpolitische Sprecher für Digitalisierung, Sandro Hersel:

„Es reicht bei Weitem nicht aus, den Beschäftigten durch Dialogführung und Programme die Angst vor der Digitalisierung zu nehmen. Wie immer fehlen klare Konzepte und ein koordiniertes Vorgehen, um die, durch die Digitalisierung einsetzenden Verschiebungen, auf dem Arbeitsmarkt steuern und kompensieren zu können.

Um überhaupt wettbewerbsfähig zu bleiben, brauchen unsere Unternehmen endlich ein modernes digitales Netz. Die Fertigstellung des laufenden Breitbandausbaus sollte am besten schon gestern und nicht erst morgen erfolgen. Wir können nicht oft genug betonen, dass MV sich außerdem Standortvorteile und Alleinstellungsmerkmale erarbeiten und in der Digitalisierung eine Vorreiterrolle einnehmen muss. Insbesondere im Bereich der Arbeitsplatzgestaltung bestehen große Chancen, sich mit attraktiven Alternativen in Szene zu setzen. Start-up Unternehmen und Arbeitgeber lassen sich sicher durch eine angenehme Arbeitsatmosphäre mitten in der Natur unweit größerer Ballungszentren anlocken. Dafür wäre allerdings eine flächendeckende Versorgung von mindestens 100 Megabit je Sekunde wünschenswert.

Außer Spesen nichts gewesen: Es ist eben nicht ausreichend, nur über die jahrzehntelange Misswirtschaft der SPD zu reden und weitere Dialogprogramme mit Arbeitgebern anzukündigen. Mit diesen halb garen Maßnahmen verschläft das Land weiter seine Zukunft, anstatt sich endlich konsequent auf die kommenden Substituierbarkeitspotentiale vorzubereiten.“