Zu den Spekulationen über ein mögliches Projektende des Rostocker Archäologie-Museums erklärt der tourismuspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

„Das groß angepriesene Bauprojekt nun wieder einstampfen zu wollen, ist leider symptomatisch für die Landespolitik. Besonders pikant: Die kalkulierten Baukosten von 20 Millionen Euro könnten um das Drei- bis Fünffache höher ausfallen, als geplant. Dabei warten die Landesarchäologen seit Jahren auf angemessene Räumlichkeiten, in welchen die vielen Fundstücke dauerhaft präsentiert werden können. Bisher wird die Arbeit der Landesarchäologie leider kaum gewürdigt.

Dabei hat Mecklenburg-Vorpommern archäologisch viel zu bieten. Neben den zahlreichen Megalithanlagen, den slawischen Burgen und dem Tollense-Schlachtfeld gibt es dutzende Fundstücke und Schätze wie zum Beispiel der Wikingerschmuck, bronzezeitliche Waffen oder Münzen aus der Hansezeit zu bestaunen.

Das so wichtige Archäologiemuseum darf nicht auf Eis gelegt werden. Falls das Projekt in Rostock tatsächlich scheitert, sollte darüber nachgedacht werden, das Museumsprojekt nahe dem Tollense-Schlachtfeld zu etablieren. Die Landesregierung muss endlich einsehen, dass Mecklenburg-Vorpommerns Kultur und Identität sich nicht nur aus Strandkörben erschöpfen.“