Heutigen Medienberichten zufolge hat sich die EU darauf geeinigt, zahlreiche Einweg-Plastikartikel zu verbieten. Laut Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion erwartet die Landesregierung durch die neue Regelung Folgekosten, welche letzten Endes an die Verbraucher weitergegeben werden. Darüber hinaus liegen keine Erkenntnisse darüber vor, dass es in Mecklenburg-Vorpommern Probleme mit einer Verschmutzung durch Kunststoffe oder deren Entsorgung gibt. Dazu erklärt der wirtschaftspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dirk Lerche:

Der neuste Clou der EU setzt wieder einmal an der falschen Stelle an. Die Leidtragenden sind erneut die Unternehmen und die Bürger, welche die Mehrkosten zu tragen haben. Dieser vermeintliche Umweltschutz mit dem Vorschlaghammer schießt dabei vollkommen am Ziel vorbei.

Vielmehr müsste man bei Waren und Dienstleistungen ansetzen, die tagtäglich Plastik produzieren. Die in Plastik eingeschweißte Bio-Gurke, die eingeschweißte Wurst oder Luftpolster aus dem Online-Versand sind das Problem. Dem kann man leicht Abhilfe verschaffen, indem man die Konsumentensouveränität steigert und den regionalen Vertrieb in lokalen Geschäften wieder fördert.

Selbst wenn EU-weit der Plastikmüll auf Null gesenkt werden würde, könnte die Mehrproduktion in den asiatischen und afrikanischen Ländern, bedingt durch die steigende Bevölkerungszahl, nicht ausgeglichen werden. Ein Vorstoß zur Reduzierung der Plastikemissionen sollte in der Afrikanischen Union und in Asien durchgesetzt werden, nicht aber in Mecklenburg-Vorpommern.

Wiederverwertbares Plastik verursacht in Deutschland dank seiner sehr guten Abfallwirtschaft keine Probleme. Teure Ersatzstoffe für Einwegprodukte aus Biokunststoffen, Pappe oder Glas verlagern hingegen nur die Probleme und verbrauchen lediglich andere Rohstoffe wie bspw. Holz.“