Laut der aktuellen Presseberichterstattung sollen die Eltern-Beiträge für Kitas in Mecklenburg-Vorpommern stark ansteigen. Aus einer Kleinen Anfrage der AfD-Fraktion geht hervor, dass die Entlohnung der Erzieher in Mecklenburg-Vorpommern uneinheitlich ist und abhängig vom jeweiligen Landkreis. Dazu erklärt der sozialpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes: 

„Das Vorgehen der Landesregierung bleibt planlos und chaotisch. Das Ziel, die absolute Beitragsfreiheit, wird durch die jetzt steigenden Beiträge konterkariert. Mit den leeren und falschen Versprechungen einer Frau Schwesig muss Schluss sein. An unseren Kindern darf die Regierung an aller letzter Stelle sparen! Gute Bildung kostet Geld und muss dementsprechend gefördert, Erzieher gerecht entlohnt und die Eltern weitestgehend entlastet werden.

Die Erzieher in Mecklenburg-Vorpommern werden zum Teil weit unter Tarif bezahlt. Die Kleine Anfrage der AfD-Fraktion macht deutlich, dass die Entlohnung in Mecklenburg-Vorpommern einem Flickenteppich gleicht und die Landesregierung überhaupt keine Ahnung hat, wie genau wo entlohnt wird. Dabei ist die Entlohnung abhängig davon, in welcher Stadt oder in welchen Landkreis ein Erzieher tätig ist. Die Landesregierung weigert sich weiterhin, eine landesweite Angleichung der Löhne vorzunehmen, da sie die heilige Kuh der Tarifautonomie nicht in Frage stellen möchte.

Die Elternbeiträge in Mecklenburg-Vorpommern sollen nun bis zu 20% Prozent ansteigen. Und das obwohl es sich die Regierungskoalition zum erklärten Ziel gemacht hat, die Eltern zu entlasten und bis 2020 die komplette Beitragsfreiheit durchzusetzen. Die absolute Beitragsfreiheit forderte Ministerpräsidentin Schwesig übrigens bereits im Jahr 2013. Damals noch als Sozialministerin.

Hinweis:

Anfrage der AfD-Fraktion und Antwort der Landesregierung: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2018/12/Anfrage-des-Abgeordneten-Fernandes-und-Antwort-der-Landesregierung.pdf