Laut eines Berichtes im Nordkurier entziehen Tourismusverbände Wirtschaftsminister Glawe (CDU) das Vertrauen und möchten die Kompetenz bei der Staatskanzlei sehen. Dazu erklärt der tourismuspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

„Ministerpräsidentin Schwesig erklärte den Tourismus zur Chefsache. Betreibt sie hier mithilfe der Tourismusverbände Rosinenpickerei? Mecklenburg-Vorpommern hat die höchste Arbeitszeit, dabei die niedrigsten Löhne, hohe Altersarmut, fehlenden Breitbandausbau, schlechte Straßen, Lehrermangel und drohenden Pflegenotstand. Selbst die halbherzig auf den Weg gebrachte kostenlose Kita kommt viel zu spät. Ist Frau Schwesig jetzt schon überfordert?

Ein Skandal jagt den nächsten, erst AWO, jetzt Ihlenberg. Ihr Ablenkungsmanöver durch das An-sich-ziehen des vermeintlichen Prestigeprojektes ‚Tourismus‘ ist für jeden leicht durchschaubar. Fakt ist, die Bürger in Mecklenburg-Vorpommern leiden unter dieser entzweiten Landesregierung. Frau Schwesig sollte bei dem bleiben, was sie kann – blumige Festreden halten.

Während die Landesregierung noch um Kompetenzen streitet, fehlen frische Ideen für unser Land: der stiefmütterlich behandelte ländliche Raum bleibt touristisch ungenutzt und unsere Alternativvorschläge werden grundsätzlich abgelehnt. Wirtschaftsminister Glawe ergriff mit dem Landestourismuskonzept wenigstens noch Initiative. Die arbeitet sich aber am Altbekannten ab und enthält leider nichts Neues. Der Zoff der Landesregierung ist nicht zielführend. Wo bleibt da der Mehrwert für die Bürger?“