Zum neuen Tourismuskonzept der Landesregierung erklärt der tourismuspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Thomas de Jesus Fernandes:

„Der Berg kreißte und gebar eine Maus: so und nicht anders lässt sich das geplante Tourismuskonzept der Landesregierung beschreiben. Neu ist daran nichts; die Ideen stammen zum Großteil aus der teuren Feder einer ‚Consulting GmbH, glänzen vor Ideenlosigkeit und möchten nur in fast ausgeschöpftes Marktpotenzial investieren.

Nun soll die Qualität bestehender Tourismusstandorte ausgebaut und die Vergabe von Prädikaten erfolgen. Finanziert werden soll dies natürlich durch höhere Tourismusabgaben.  Es benötigt aber eben nicht ausschließlich mehr Qualitätsverbesserung. Es fehlen eindeutig klare Konzepte für den ländlichen Raum! Dieser muss mit ‚sanftem Tourismus‘ gefördert werden.

Der Ausbau von Wander- und Radwegen durch die Natur, die Wiederherstellung lokaler Wirtshauskultur oder die Entwicklung von Kultur-, Archäologie- und Gutshaustourismus wären Ansatzpunkte. Die Voraussetzungen dafür bestehen bereits und liegen ungenutzt vor unserer Haustür. Das brächte Arbeitsplätze in der Fläche und belebt die ländlichen Regionen wieder.

Zudem beugt eine touristische Förderung des ländlichen Raumes einer weiteren Konzentration an den Küsten vor, die zunehmend an Akzeptanz bei vielen Bürgern verliert. Höhere Abgaben für Gäste und Unternehmen könnten vor Ort durch die Kommunen und Tourismusbranche ausgehandelt werden. Das jedoch lehnt die AfD-Fraktion ab.“

Redaktioneller Hinweis:

Entwurf Landestourismuskonzeption: https://www.dwif.de/images/news/PDF_2018/Tourismuskonzeption_MV_Entwurf_dwif.pdf