In der heutigen Sitzung des Wirtschaftsausschusses lehnten SPD, CDU und Die Linke eine öffentliche Anhörung zum Thema „Situation und Entwicklung bei Lebensschutz und Schwangerschaftsabbrüchen in Mecklenburg-Vorpommern“ ohne Begründung ab.  Dazu erklärt der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Dr. Gunter Jess:

„Wir sind es ja gewohnt, aus Machtdistanzgründen ignoriert zu werden. Aber keine sachneutrale Debatte mit Experten über Schwangerschaftsabbrüche zu führen, verkennt die aktuelle gesellschaftliche Relevanz dieses Themas. Auslöser für uns waren die aktuellen Debatten um die Finanzierung der Trisomie-21-Früherkennung durch Krankenkassen, die Kontroversen innerhalb der Nordkirche und das Gerichtsurteil zum Abtreibungs-Werbeverbot für Ärzte.

Mecklenburg-Vorpommern ist das Flächenland mit der höchsten Abtreibungsrate je 1.000 Geborene. Ein sehr großer Teil der Abtreibungen geschieht aus finanziellen Gründen, was unsere alternde Gesellschaft verhindern sollte. Bei der nächsten Sitzung des Wirtschaftsausschusses wird es erneut einen Antrag für eine Anhörung zum Thema Abtreibung geben. Die AfD-Fraktion ist gespannt, wie die Christlich Demokratische Union dann abstimmen wird – immerhin stellen sie sich zumindest in ihrem Parteiprogramm als Lebensschützer dar.“

Redaktioneller Hinweis:

Schwangerschaftsabbrüche nach dem Land des Wohnsitzes der Frauen und Quote je 1.000 Geborene: https://www.destatis.de/DE/ZahlenFakten/GesellschaftStaat/Gesundheit/Schwangerschaftsabbrueche/Tabellen/LandWohnsitz.html

Gründe für einen Schwangerschaftsabbruch in Mecklenburg-Vorpommern: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2017/03/Anfrage-des-Abgeordneten-Jess-und-Antwort-der-Landesregierung.pdf