Aus zwei Anfragen der AfD-Fraktion geht hervor, dass in den Jahren 2015 bis 2017 an 191.102 Tieren Versuche durchgeführt wurden. Ebenfalls konnten im gleichen Zeitraum 10 Verstöße gegen das Tierschutzgesetz festgestellt werden. Dazu erklärt der Abgeordnete der AfD-Fraktion, Sandro Hersel:

„Es ist begrüßenswert, dass alle festgestellten Verstöße geahndet wurden. Dennoch wirft die hohe Anzahl an Versuchstieren Fragen auf. Gerade in der Grundlagenforschung könnten verstärkt alternative Methoden zur Anwendung kommen. Eine kontinuierliche Überprüfung der Notwendigkeit von Versuchen und die Ausweitung von Ersatzmethoden sollte Konsens sein.

So wurden alleine im Jahre 2017 an über 90.000 Tieren Versuche durchgeführt: Darunter Fische, Fledermäuse, Kleintiere wie Mäuse, Hamster und Hasen, aber auch Enten, Puten, Schafe, Ziegen oder Rinder. Während der Versuche waren die Tiere unterschiedlichen Belastungsgraden ausgesetzt – von ‚gering‘ bis ‚ohne Wiederherstellung der Lebensfunktion‘.

Tierschutz geht uns alle an! Im Rahmen der Förderung durch Bundes- und Landesmittel sollten vor allem Einrichtungen, welche verstärkt auf alternative Methoden zu Tierversuchen setzen, bevorzugt werden. Gerade in den vergangenen Jahren wurden unzählige neue tierversuchsfreie Verfahren entwickelt, welche konsequent zur Anwendung kommen müssen. Hierbei ist auch der Vorstoß der EU-Regierung, aktiv gegen Tierversuche in der Kosmetik vorzugehen, richtig und begrüßenswert.“

Redaktioneller Hinweis:

Kleine Anfrage des Abgeordneten Hersel und Antwort der Landesregierung: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2018/09/Anfrage-des-Abgeordneten-Hersel-und-Antwort-der-Landesregierung.pdf

Kleine Anfrage des Abgeordneten Hersel und Antwort der Landesregierung: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2018/11/Anfrage-des-Abgeordneten-Hersel-und-Antwort-der-Landesregierung.pdf