Der Internationale Rat für Meeresforschung (ICES) empfiehlt für 2019 ein Fangverbot für den Hering. Dazu erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion Prof. Dr. Ralph Weber:

„Die Kinderstube des Herings ist und bleibt der Greifswalder Bodden. Auch wenn das Großprojekt Nordstream 2 im nationalen Interesse und damit zu befürworten ist, darf die individuelle Umsetzung nicht zu Lasten unserer Küstenfischer gehen.

Die umfassenden und bis zu 40 Prozent des Greifswalder Boddens beeinträchtigenden Baggermaßnahmen von insgesamt acht Spezialbaggerschiffen sowie die spätere Wiedereinbringung des Baggerguts haben eine noch nicht absehbare Zerstörung des Fischlaichs, insbesondere der Heringslarven, zur Folge.

Wir dürfen unsere Küstenfischer nicht mit den Folgen alleine lassen. Ein besonderer Fokus muss auch auf der Umweltverträglichkeit dieser Maßnahmen liegen, wie die jüngsten Schmierfettabsonderungen durch diese Bagger deutlich machen. Fischerei ist Kulturgut und darf kein Lippenbekenntnis sein. Wir erwarten von der Landesregierung das Vorantreiben von Ausgleichszahlungen und eine starke Stimme für unsere Fischer auf europäischem Parkett.“