Laut Bildungsministerin Hesse haben die Lehrer mit Beginn des neuen Schuljahres einen größeren Ermessungsspielraum bei der Notenvergabe. Beträgt die erste Stelle nach dem Komma fünf, so kann zukünftig auch die bessere Note vergeben werden. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Jörg Kröger:

„Mit diesem Vorstoß wird deutlich, wohin die Reise geht. Mit dem Verfahren soll nun die wohlwollende Notenaufwertung und künstliche Verbesserung der Schüler standardisiert werden. Gerade bei Abschlussklassen könnte so dafür gesorgt werden, dass fast kein Schüler mehr durch ein Schulfach fällt: Eine Leistungsverzerrung mit gravierenden Auswirkungen.

Schüler und Lehrer werden damit aus ihrer eigenen Leistungspflicht genommen. Durch mangelnde Konsequenzen werden zusätzliche Anreize geschaffen, den Lernstoff weniger ernst zu nehmen. Der Lehrermangel, wie auch ideologische Entscheidungen zur Inklusion, führen zwangsläufig auch zu einem Nachlassen der Leistungen. Statt die Wurzel dieser Probleme anzugehen, sollen die Notendurchschnitte nun einfach künstlich verbessert werden.

Klar ist: Probleme werden dadurch schlichtweg verschoben und der Anspruch der traditionellen, deutschen Leistungsgesellschaft untergraben. Spätestens im Ausbildungsbetrieb werden diese Probleme dann wieder ans Tageslicht treten und den ehemaligen Schülern, wie auch den Ausbildungsbetrieben selbst, schaden.“