Vorpommern-Staatssekretär Patrick Dahlemann hat sein Studium zugunsten seines Berufes abgebrochen. Dazu erklärt der parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Prof. Dr. Ralph Weber:

„Kreißsaal, Hörsaal, Plenarsaal: Dahlemann teilt das Schicksal vieler Berufspolitiker. Allerdings mit dem nicht unwichtigen Unterschied, dass die meisten der so „Berufenen“ einen Berufsabschluss durch Studium oder Ausbildung vorweisen können. Von den Volksvertretern kann offenbar nicht mehr erwartet werden, dass sie einen Beruf erlernt und diesen auch etliche Jahre ausgeübt haben.

Wie sollen Politiker sonst die Probleme der Bürger nachempfinden und in eine erfolgreiche Politik umsetzen können? So bleibt letztlich der Eindruck, dass der Vorpommern-Staatssekretär lediglich Zuwendungsbescheide der Landesregierung und deren Grüße bei der Verabreichung solcher Wahlgeschenke überbringt – Mecklenburg-Vorpommern leistet sich damit sicherlich einen der teuersten Briefträger Deutschlands. Die Bürger haben Besseres als diesen gescheiterten Exstudenten verdient.

Bei dieser Entwicklung steht das Vertrauen der Bürger in die Politik auf dem Spiel. Es ist vollkommen unerheblich, welchen Beruf ein Abgeordneter erlernt hat. Es zählen Authentizität, Lebenserfahrung und Bürgernähe. Das ist im Fall Dahlemann leider nicht gegeben.“