Seit Februar dieses Jahres wird im Bundestag ein Antrag diskutiert, in Mecklenburg-Vorpommern die Droge Cannabis versuchsweise zu legalisieren. Dazu erklärt der verbraucherschutzpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Christoph Grimm:

„Die Vorstellung, ausgerechnet Mecklenburg-Vorpommern zur Modellregion für den legalen Konsum von Cannabis zu machen, ist geradezu absurd und sehr beängstigend. Das Argument, Mecklenburg-Vorpommern mit seinen ländlich geprägten Regionen ohne große urbane Zentren biete sich als Experimentierfeld an, ist heuchlerisch. Ein Blick in die Niederlande reicht, um vorherzusagen, dass dann auch unser Bundesland zum Ziel eines regen Drogentourismus würde.

Cannabis ist Einstiegsdroge Nummer eins. Die Zahl der Drogenkonsumenten würde sich zudem erhöhen. Wenn aber mehr Menschen Cannabis konsumieren, dann werden wir auch mehr Drogenprobleme haben. Angst- und Panikstörungen, Depressionen aber auch langanhaltende Fahruntüchtigkeit mit der einhergehenden Unfallgefahr sind die Folge. Das kann nicht im Interesse einer verantwortungsvollen Politik sein!

Die Suchtberatungsstellen im Land sehen die Legalisierung deshalb zu Recht als falschen Weg. Die Gesundheitskosten werden durch eine Legalisierung in jedem Fall steigen. Eine effektivere Aufklärungsarbeit wird gerade in einem Flächenland wie MV durch lange Wege erschwert. Zudem würde sich der Kontrolldruck der Polizei massiv erhöhen, was sich wiederum in der Arbeitsbelastung widerspiegelt.

Schwarzmärkte werden durch eine Legalisierung nicht ausgetrocknet. Cannabis wird oft nur als Lockmittel angeboten, richtig verdient wird dann an den harten Drogen. Dass sich daran etwas durch Legalisierung von Cannabis ändert, ist unwahrscheinlich. Fazit: Die Politik wird durch solche Vorstöße keinesfalls glaubwürdiger.“