Laut Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion stieg die Zahl der Anzeigen, welche persönlich bei einer Polizeidienststelle erstattet wurden, seit 2014 um rund 3.200 auf 24.210 im Jahr 2017. Die Zahl der Anzeigen, welche übers Internet erstattet wurden, stieg seit 2013 um rund 2.600 auf 10.513 im letzten Jahr. Dazu erklärt der Vorsitzende der AfD-Fraktion, Nikolaus Kramer:

„Die Zahlen zeichnen ein ernüchterndes Bild vom Sicherheitsempfinden der Bürger Mecklenburg-Vorpommerns. Es braucht eine weitere Erhöhung der Polizeistellen. Wenn die Staatsgewalt sich vielerorts zurückzieht und den Bürger gefühlt alleine lässt, braucht man sich nicht über fehlendes Vertrauen und eine steigende Frustration zu wundern.

Die in den letzten Jahren stark gestiegene Anzahl von Anzeigen zeigt ganz klar, dass es eine Zunahme von anzeigerelevanten Vorfällen für die Bürger gab. Dabei ist das aktuelle Dunkelfeld noch gar nicht mitgedacht. Ein Blick in die Polizeiliche Kriminalstatistik zeigt die teils deutliche Zunahme in einzelnen Kriminalitätsbereichen.

Die nun von der Regierungskoalition beschlossenen 150 weiteren Polizeistellen sind dagegen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Mehr Anzeigen bedeuten auch mehr Bearbeitungsaufwand – ob hinsichtlich ihrer gestiegenen Zahl die neuen Stellen ausreichen, ist mehr als fraglich. Diese Entscheidung bleibt auch nur ein fauler Kompromiss und bleibt hinter den notwendigen Maßnahmen für ein sichereres Mecklenburg-Vorpommern zurück.

Redaktioneller Hinweis:

Anfrage der AfD-Fraktion und Antwort der Landesregierung: http://afd-fraktion-mv.de/wp-content/uploads/2018/05/Anfrage-des-Abgeordneten-Kramer-und-Antwort-der-Landesregierung-1.pdf