Zu der von den ostdeutschen Ministerpräsidenten geübten Kritik an den Russland-Sanktionen erklärt Nikolaus Kramer, Fraktionsvorsitzender der AfD:

„Jetzt also doch: die Landesregierung Mecklenburg-Vorpommerns setzt sich auf Bundesebene für eine Abschaffung der Russland-Sanktionen ein. Noch im April letzten Jahres wollte sie davon nichts wissen. Ein entsprechender Antrag unserer Fraktion wurde von Seiten der Landesregierung und der anderen Fraktionen abgelehnt.

In unserem Antrag hatten wir auf die enormen wirtschaftlichen Einbußen der hier ansässigen Unternehmen hingewiesen. Dies ist nun offensichtlich auch der Landesregierung aufgefallen. Dabei wurde immer wieder betont, dass man schon gute wirtschaftliche Beziehungen zu Russland unterhalte und sich für deren Erhalt einsetze. Dass jetzt Ministerpräsidentin Schwesig in den GroKo-Verhandlungen die Russland-Sanktionen geißelt, welche sie selber als Ex-Familienministerin der Bundesregierung mitzuverantworten hat, ist absolut unglaubwürdig.

Wir wiederholen unsere Forderung, die Sanktionen endlich abzuschaffen. Ein Ende der Sanktionen hat für Mecklenburg-Vorpommern nur Vorteile. Wer gute Löhne und mehr Arbeit auch auf dem Land anzielt, darf sich nicht mit ideologischen Scheuklappen einem der größten Wirtschaftspartner verschließen.“