Zu der erst jetzt veröffentlichten „Dunkelfeldstudie“ für Mecklenburg-Vorpommern für das Jahr 2015, erklärt der Abgeordnete der AfD-Fraktion, Sandro Hersel:

„Es ist kurios genug, dass die bereits für das 3. Quartal 2017 angekündigte Dunkelfeldstudie erst in dieser Woche veröffentlicht wurde. (In der Kriminologie bezeichnet das Dunkelfeld die Differenz zwischen den amtlich registrierten Straftaten – dem Hellfeld – und der vermutlich begangenen Kriminalität). Interessant, dass die Publikation offenbar ohne große Ankündigung von statten gehen sollte. Schaut man in die Zahlen, ahnt man warum…

Die Zahlen sind erschreckend! Die Mehrheit der Bürger ist der Meinung, dass unsere Sicherheitskräfte in der Öffentlichkeit viel zu wenig präsent sind. Verheerend ist auch, dass laut Studie nur jede 14. Straftat angezeigt wurde. Wen wundern da noch das schwindende Sicherheitsgefühl und das sinkende Vertrauen in unseren Rechtsstaat?

Gerade im Bereich der Computer- und Cyberkriminalität wurden rund 99 Prozent aller Delikte nicht angezeigt. Auch bei Sexualdelikten zeigt die Hochrechnung, dass auf einen registrierten Fall sechs nicht angezeigte Taten kommen. Das sind unhaltbare Zustände!

Nun müssen zeitnah Fallzahlen für die Jahre 2016 und 2017 vorgelegt werden, damit aktuelle Kriminalitätsentwicklungen verglichen werden können. Die Landesregierung muss nachlegen, um aus dem verloren gegangenen Vertrauen der Bürger in die Politik Konsequenzen zu ziehen und nicht noch weiter an Glaubwürdigkeit zu verlieren.“