Laut dem Verband Bildung und Erziehung (VBE) nimmt die physische und psychische Gewalt gegen Lehrer an den Schulen in Mecklenburg-Vorpommern zu. Dazu erklärt der bildungspolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Stephan J. Reuken:

„Die Warnungen des Verbands kommen nicht überraschend. Lehrer beklagen schon seit Längerem die Zunahme an Gewalt, doch bisher scheint jeder Hilferuf bei der Landesregierung auf taube Ohren gestoßen zu sein. Seit einigen Jahren lässt sich eine massive Zunahme an Gewaltdelikten von Schülern gegen Lehrer feststellen, besonders erschreckend ist die Entwicklung an Grundschulen. Im Schuljahr 2016/2017 fand laut Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der AfD-Fraktion jede dritte Gewalttat gegen Lehrer an Grundschulen statt.

Disziplinarmaßnahmen wie Verweise oder der Schulverweis sollten die letzten Mittel der Wahl darstellen, dürfen allerdings nicht aus falscher Scheu oder grenzenlosem Optimismus außer Acht gelassen werden. Die Förderung und Erziehung von Problemschülern muss in Zusammenarbeit mit Sozialarbeitern, Polizei und Schulen geschehen.

Die körperliche und psychische Unversehrtheit der Lehrer und Schüler muss mit an erster Stelle stehen. Die eingeschränkte Lehrfähigkeit bei zu hoher Belastung darf nicht zum Qualitätsverlust des Unterrichts führen, unter dem andere Schüler dann zu leiden haben. Lehrermangel und zu große Klassen setzen den Lehrkräften in Mecklenburg-Vorpommern ohnehin schon enorm zu. Die Landesregierung steht hier in der Pflicht, die Rahmenbedingungen für Lehrer so zu gestalten, dass ein disziplinierter Schulunterricht möglich ist. Nur wenn gewalttätige Schüler schnell mit den Konsequenzen ihrer Taten konfrontiert werden, wird sich die Situation verbessern lassen.