Laut einem Bericht der „Ostsee-Zeitung“ steht in ländlichen Regionen nachts oft nur eine Polizeistreife mit zwei Beamten zur Verfügung. Laut Caffier liegt die Verantwortung dafür bei den Polizeipräsidien. Dazu erklärt der innenpolitische Sprecher der AfD-Fraktion, Nikolaus Kramer:

„Gerade in vielen ländlichen Regionen ist die nächtliche Polizistenknappheit schon seit Jahren bittere Realität. In vielen Revieren ist nach Einbruch der Dunkelheit oft nur noch eine Streifenwagenbesatzung unterwegs. Für Bürger und Polizisten sind das unhaltbare Zustände. Gerade für Einbrecher, die vor allem in der Nacht zuschlagen, sind das paradiesische Zustände.

Anstatt, dass Innenminister Lorenz Caffier nun für schnelle Abhilfe sorgt, schiebt er den Polizeipräsidien den Schwarzen Peter zu. Für was übernimmt dieser Minister eigentlich noch Verantwortung? Jahrelang wurde die Polizei in Mecklenburg-Vorpommern unter seiner Ägide kaputtgespart, von den 555 versprochenen neuen Polizeistellen blieben gerade einmal 150, und selbst diese Polizisten werden erst in einigen Jahren zur Verfügung stehen. Die Polizeipräsidien können sich auch keine neuen Polizisten herbeizaubern, um die Situation zu entschärfen. Oder verlangt Caffier etwa, dass die Beamten noch mehr Überstunden schieben sollen?

Am fehlenden Geld kann die Behebung dieses Missstandes nicht liegen! Immerhin summieren sich die Ausgaben landeseigener Institutionen für private Sicherheitsdienste seit 2008 auf mehr als 110 Millionen Euro – Tendenz stark steigend. Von solchen Investitionen kann die Polizei nur träumen. Mit seinem Herausreden und Wegducken untergräbt Caffier das Vertrauen in die Polizei und brüskiert die Beamten.“