Laut der Antwort der Landesregierung auf eine Kleine Anfrage der AfD-Fraktion ist die Zahl der Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrmänner und Sanitäter auf ein Rekordhoch gestiegen. Insgesamt wurden 1.294 Polizisten sowie 19 Feuerwehrleute und Rettungssanitäter im Dienst Opfer verbaler oder körperlicher Angriffe. Dazu erklärt der Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Fraktion, Dr. Matthias Manthei:

„Wer Polizeibeamte angreift, greift den Staat an. Wer keinen Respekt vor ihnen hat, akzeptiert keine staatliche Autorität und will Anarchie. Diese Täter wollen, dass sich das Recht des Stärkeren durchsetzt, dass Gewalt auf unseren Straßen von marodierenden Banden ausgeübt wird, statt zu akzeptieren, dass die Ausübung von Gewalt in einem zivilisierten Staat monopolisiert ist und nur dem Staat selbst zusteht, der durch seine Beamten handelt. Die Attacken zeugen auch von der chronischen Unterbesetzung der Polizei, da sich offenbar auch eine gewisse Wehrlosigkeit darin ausdrückt, die wiederum zu mangelndem Respekt führt.

Mehr als ein paar warme Worte können die Beamten von der Landesregierung allerdings kaum erwarten. Seit Jahren werden Polizisten im Angesicht steigender Gewalt und Überstundenbelastung allein gelassen. Sie werden mit der angekündigten Kennzeichnungspflicht für Polizisten von SPD und CDU sogar noch an den Pranger gestellt.

Notwendig ist jetzt eine schnelle Personalaufstockung weit über die 150 versprochenen neuen Stellen bei der Polizei hinaus und die schnelle Einführung von ‚Bodycams‘. Vor allem an Schulen muss wieder deutlich gemacht werden, wie wichtig die Arbeit der Beamten ist und dass diese eben keine Gegner oder Feinde sind. Doch wenn nicht einmal die Landesregierung die Arbeit der Beamten wertschätzt, ist hier wohl keine Besserung zu erwarten.“