Die andauernden Übungen von Nato-Truppen in Vorpommern sind bei der AfD-Fraktion auf Kritik gestoßen. Die Übungen stehen laut Bundeswehr im Zusammenhang mit der verstärkten Nato-Präsenz an der Grenze zu Russland. „Hier wird für einen Kalten Krieg geprobt, den niemand will und keiner braucht. Es bringt überhaupt nichts, wenn die Nato in Vorpommern jetzt mit den Säbeln rasselt“, sagte AfD-Fraktionschef Leif-Erik Holm.

„Mit diesen Manövern wird ein völlig falsches Signal gesendet. Das Verhältnis zu Russland lässt sich nicht mit Panzern verbessern“, mahnte Holm. „Vorpommern taugt nicht als Drehort für eine weitere Eskalation im Verhältnis zu Russland. Wichtig ist vielmehr, endlich wieder auf Verständigung und Diplomatie zu setzen.“

Holm warnte davor, dass die Übungen sich negativ auf die Handelsbeziehungen zwischen Russland und Mecklenburg-Vorpommern auswirken könnten. „In Moskau wird sicherlich ganz genau registriert, wo die Nato sich auf ihre Stationierung an der Grenze zu Russland vorbereitet. Wie kein anderes Bundesland leidet Mecklenburg-Vorpommern schon jetzt unter den völlig überflüssigen Wirtschaftssanktionen gegen Russland. Das Fernbleiben Russlands von der Grünen Woche in Berlin zeigt, wie angespannt die Beziehungen zu Russland ohnehin sind. Und jetzt wird auch noch Öl ins Feuer gegossen.“