Die Forderung der CDU-Landtagsabgeordneten Beate Schlupp, die Bundespolizei solle ihr Personal in Mecklenburg-Vorpommern aufstocken, ist nach Ansicht des innenpolitischen Sprechers der AfD-Fraktion, Nikolaus Kramer, ein „Armutszeugnis für die eigene Politik“. Kramer weiter:

„Die CDU versucht, mit dieser Forderung vom eigenen Versagen bei der inneren Sicherheit abzulenken. Frau Schlupp und ihre Partei hatten alle Chancen, die nun geforderte Polizeipräsenz ‚in der Fläche‘ deutlich zu erhöhen. Von den 550 neuen Stellen bei der Landespolizei blieben dann allerdings nur 150 übrig. Ein Tropfen auf den heißen Stein.“

Es bringe wenig, den Schwarzen Peter nun nach Berlin zu schieben, betonte Kramer. „Dort ist übrigens ein Parteifreund von Frau Schlupp für die Bundespolizei verantwortlich.“ Dass dieser den Brief der Abgeordneten nach mehr als zwei Monaten nicht beantwortet habe, „sagt eigentlich alles über den Einfluss der Landes-CDU in Berlin“, gab Kramer zu bedenken.

„Völlig absurd“ werde es allerdings, wenn Schlupp behaupte, eine schnelle Lösung könne nicht in Aussicht gestellt werden, weil die Ausbildung von Polizisten so lange dauere. „Die massive Kriminalität in der Grenzregion ist kein neues Phänomen. Die Bürger leiden seit der Öffnung der Grenzen 2008 unter zunehmender Einbruchs- und Diebstahlkriminalität. Hier hätte schon vor Jahren reagiert werden müssen – in Berlin und in Schwerin.“

„Zum Schutz der Bürger müssen wir deswegen über eine Wiedereinführung von Grenzkontrollen sprechen“, forderte Kramer. „Ebenfalls denkbar ist die Schaffung einer Sicherheitswacht nach dem Muster der bayerischen und sächsischen Landespolizei. Diese freiwilligen Polizeihelfer könnten unter Kontrolle und Anleitung von ausgebildeten Polizeibeamten Präsenz zeigen und so Einbrecher abschrecken.“ Zwingend erforderlich sei zudem die „bessere technische Ausstattung der Landes- und Bundespolizei sowie die Schaffung einer dritten Hundertschaft der Bereitschaftspolizei im Raum Vorpommern-Greifswald“.